Barbara Schaper-Oeser

Malerei und Objekt

Barbara Schaper-Oeser kreiert heute vornehmlich abstrakt–gegenstandslose Bilder. Sie reduziert ihre vielschichtigen Arbeiten auf die Grund- oder Idealformen, auf Kreis und Quadrat, legt ihnen aber unterschiedliche inhaltliche oder symbolische Bedeutung zugrunde, worin sich z.B. ihre zeitgemäße Auseinandersetzung mit Leonardo da Vincis Menschenbild, mit dem Begriff der Zeit oder mit der heutigen binären Zahlenwelt niederschlägt oder Eindrücke einer Marokkoreise sich widerspiegeln.

Die formale Grundidee der Künstlerin, welche weniger geometrische Akzente setzt, als in organisch anmutenden Ausformulierungen ihren Schwerpunkt hat, darf als Ausdruck einer Erörterung in Form, Farbe, Material und Inhalt gewertet werden.

Die Vielschichtigkeit der einzelnen Werke wie des gesamten Œuvres von Barbara Schaper-Oeser offenbart somit nicht nur eine Vielfalt an Technik und Material, sondern ebenso eine inhaltliche Gedankenfülle.

Rost als symbolisches Material der Veränderung und Auflösung und des Wertlosen wird kombiniert mit Gold, das für Ewigkeit und höchste Wertigkeit steht. Glatte malerische Flächen wechseln mit schrundigen Strukturmassen-Formen. Konturbetonte Farbflächen verflüchtigen sich in verwischten Übergängen. Gegensätzlichkeiten werden nebeneinander gesetzt, die sich überall in der Welt, in unserem Leben zeigen. Ein weit gespannter Bogen, der anregt, über uns und unsere Welt nachzudenken.

Egon A. Stumpf – Galerie im Saal

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Vita

1941 in Leipzig geboren
1959–1963 Ausbildung als Textildesignerin [Werkkunstschule Kassel bei Rudolf Schoofs] und

1963 als Notenherstellerin
1964–1968 Tätigkeiten in Musikverlagen in Berlin und Kassel
Seit 1968 freischaffende Notentypografin und GrafikDesignerin
Seit 1971 Beginn der autodidaktischen Beschäftigung mit Malerei und freier Grafik

 

Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler [BBK-Unterfranken]
und in der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens e.V. [VKU],

1983-1990 Schriftführerin, 1. Vorsitzende von 1991-2003

1992–2003 Lehrtätigkeiten an der Fachoberschule Würzburg [Gestaltung]
1995–2002 und 2008 Dozentin an der Handwerkskammer für Unterfranken [Zeichnen, Farbgestaltung und GrafikDesign für Goldschmiede]

Studienreisen nach Israel, Nordafrika [algerische Sahara und Marokko], Sinai

Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im

In- und Ausland

Öffentliche Aufträge und Ankäufe
Kunst und Bauen [Wettbewerbe]

 

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